Zeitzeugengespräch

Am 12.5.2026 durften wir an unserer Schule den Zeitzeugen Thomas Lachs begrüßen. In einem eindrucksvollen Gespräch berichtete er den SchülerIinnen von seiner Lebensgeschichte und machte deutlich, warum Demokratie, Menschlichkeit und politische Wachsamkeit keine Selbstverständlichkeit sind.

Thomas Lachs wurde 1938 in Wien in eine jüdische Familie geboren. Bereits wenige Monate nach seiner Geburt musste seine Familie vor dem Nationalsozialismus fliehen – zunächst in die Schweiz, später über Spanien mit dem Schiff „SS Navemar“ in die USA. Seine Großeltern väterlicherseits wurden von den Nationalsozialisten ermordet. 1947 kehrte die Familie nach Österreich zurück.

Besonders bewegend waren seine Schilderungen über den Umgang mit Antisemitismus – sowohl während der Zeit des Nationalsozialismus als auch nach 1945. Thomas Lachs machte deutlich, dass Vorurteile und Ausgrenzung nicht einfach verschwinden, sondern demokratische Werte immer wieder aktiv verteidigt werden müssen.

Als Zeitzeuge engagiert sich Thomas Lachs heute bewusst an Schulen. Seine zentrale Botschaft an junge Menschen lautet: Demokratie lebt davon, dass Menschen aufmerksam bleiben, Verantwortung übernehmen und sich politisch engagieren. Freiheit und Demokratie seien niemals selbstverständlich, sondern müssten immer wieder geschützt und verteidigt werden.

Wir bedanken uns herzlich bei Thomas Lachs für seinen Besuch, seine Offenheit und seinen wichtigen Beitrag zur Erinnerungsarbeit an unserer Schule.

Benjamin Sinnhuber

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